Cape Verde Islands

Cabo Verde - Kapverdische Inseln

Brava

Brava liegt am äussersten Ende der Lee-Seite-Gruppe. Ihre Flache beträgt 649 qkm. Sie hat ein elliptisches Aussehen mit einer maximalen Länge von 9 km in Richtung Ost/West. Sie befindet sich 20 km von der Insel Fogo entfernt. Von hieraus erblickt man die vier kleinen und unbewohnten, zum Fischfang benutzten Inseln.

Die kleinste bewohnte Insel ist sie sehr gebirgig. Ihr höchster Punkt ist der Monte Fontainhas. Von den hohen Gipfeln fallen die tiefen und steilen Täler ab. Die Küste ist sehr zerklüftet und hat zahlreiche Buchten: Furna, Anciao, Faid d'Ägua und Sorno. Der Fundo Grande, ein Krater, der die Zeit überdauerte, ist Zeuge einer vulkanischen Aktivität in der Vergangenheit.

Aufgrund des Reliefs ist Bravo die feuchteste und grünste von allen Inseln. Wegen der Fülle an Blumen ist sie als "Blumeninsel" bekannt. Die Durchschnittstemperatur schwankt zwischen 16 und 25'C.

Geschichte

Bravo wurde 1642 entdeckt, aber erst sehr viel später bevölkert, genau gesagt nach 1680, als der Vulkan da Pico auf der Nachbarinsel Fogo ausbrach und die Bevölkerung dieser Insel nach Bravo floh. Am Ende des 18. Jahrhunderts begannen die Walfischfanger aus New Bedford und Rhode Island die Insel als Versorgungshafen im mittleren Atlantik zu nutzen.

Nach und noch heuerten auch die Männer von Bravo auf diesen Walfischfängern an, denn sie standen in dem Ruf, hervorragende Seeleute zu sein. Aber da die Lebensbedingungen an Bord der Walfischfänger sehr hart waren, fingen die Kapverdianer an, Arbeit an Land zu suchen, genauer gesagt in Massachussetts. Damit nahm die Emigration nach den Vereinigten Staaten von Amerika ihren Anfang.

Ausser den Geldsendungen für die Familien, die noch immer auf Brava leben, basiert die Wirtschaft der Insel auf der Landwirtschaft und der Fischerei. Kaffee, Zuckerrohr, Maniok, Mais und Kartoffeln sind die hauptsächlichen landwirtschaftlichen Erzeugnisse, während das Meer mit seinem Fisch- und Krustentierreichtum (Languste, Entenmuschel und Tritonshorn) Hunderte von Personen beschäftigt.

Bravo ist auch bekannt als Insel von Nhia Eugenio, einem bedeutenden Namen der Poesie und der kapverdischen Musik. Eugenio Tavares, der in Portugiesisch und Kreolisch geschrieben hat, ist ohne Zweifel der unbestreitbare Meister der "Morna". Aufgrund seiner intensiven Beziehungen zu den Vereinigten Staaten von Amerika, wurde der kapverdische Protestantismus auf dieser Insel geboren.

Gastronomie

Frischer Fisch kann an jedem Ort der Insel genossen werden. Man empfiehlt Meeresfrüchte von sehr guter Qualität und "Xeren com capa". Typische Gerichte werden mehr bei festlichen Gelegenheiten gereicht. Die Gastarbeiter, die aus den Vereinigten Staaten kommen, haben in ihr Heimatland den "Pie" aus Zitronen und Äpfeln mitgebracht und bereiten ihn mit heimischen Produkten, namentlich der Mangofrucht und dem Kürbis, zu.

Sport und Zeitvertreib

Die Insel ist sehr geeignet für Wagentouren oder Wanderungen in den Städtchen und auf dem Land. Die Landschaften sind wunderschön und bieten entzückende Aussichten an abgeschiedenen und ruhigen Orten. BRAVA ist die Insel der Blumen. Die Reisenden werden das bunte Blumenmeer mit seinen seltenen Wohlgerüchen (Hilbiscus, Bougainvillen, Jakaranden, Josmin und Lantana) geniessen. Man kann auch die schönen Strände und die vom Wind geschützten Buchten aufsuchen. Die Leute, denen das Angeln Spass macht, werden hier viel Erfolg haben

Besichtigungen und Reisebeschreibung

Die Stadt NOVA SINTRA ist von seltener Schönheit. Ihr Name stammt von ihrem Kennzeichen. Sie ist dem portugiesischen Sintra ähnlich. Die Stadt liegt an einem aussergewöhnlichen Ort, am Fuss eines Hügelkreises, der die Grube eines alten Kraters sein soll. Die östliche Seite ist verschwunden infolge der Erosion oder eines Erdbebens. Es gibt angenehme Strassen. Die Häuser, die blühenden Gärten mit ihren bunten Blumen sind sehenswert. Bemerkenswert ist der Garten "Eugenio Tavores". Dort ist eine in Stein gemeisselte Landkarte. Auch befindet sich hier eine Gedenktafel, die dem berühmten Dichter gewidmet ist. Sie ist zweifelsohne die schönste kapverdische Stadt.